Juli 10, 2009

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http://www.hospize.de/servicepresse/2009/mitteilung371.html

http://www.hospize.de/service/helfendehaende.html

Wer sich als Angehöriger mit der Patientenverfügung eines Kranken überfordert fühlt oder einfach Rat sucht, kann auf die Einrichtung Helfende Hände der Deutuschen Hospiz Stiftung zurückgreifen. Dort gibt es fachkundige Beratung und offene Ohren rund um die Probleme einer Patientenverfügung.

Wenn es zwischen Angehörigen und Äzten Streit um eine Patientenverfügung gibt, muss nicht gleich ein Anwalt aufgesucht werden. Um außergerichtlich eine Einigung zu finden, hat die Deutsche Hospiz Stiftung eine Schiedsstelle eingerichtet – http://www.die-schiedsstelle.de
Hier wird fachkundig zwischen beiden Parteien vermittelt, bis eine für beide Seiten zufriedenstellende Einigung erreicht ist. So wird sichergestellt, dass es eine Balance zwischen Patientenwunsch und seiner momentanten gesundheitlichen Situation gibt.

http://www.bild.de/BILD/news/2009/07/03/patienten-verfuegung/schwiegersohn-stellt-geraete-ab.html

In Köln hat ein Mann seiner Schwiegermutte selbst die lebenserhaltenden Maßnahmen abgestellt. Er sagt, in ihrer Patientenverfügung hätte sie ausdrücklich lebenserhaltende Maßnahmen abgelehnt und dies sei von den Ärzten nicht berücksichtigt worden – daher habe er so gehandelt. In der Patientenverfügun wurden die Maßnahmen für den Fall ausgeschlossen, wenn die Situation ausweglos sei und keine Hoffnung bestünde, dass der Patient je wieder ohne lebenserhaltende Geräte auskommt. Dies sei aber im Fall der 82-Jährigen noch nicht eingetreten. Gegen den Mann ermittelt die Kölner Staatanwaltschaft. Für mich eine klare Fehlinterpretation der Patientenverfügung – Sterbehilfe ist und bleibt eine Straftat.

Sonst bin ich zwar kein großer Freund der BILD, aber bei den anderen führenden Tageszeitungen muss ich beim Thema Patientenverfügung kritisieren, dass das Thema viel zu politisiert dargestellt wird. Man liest meist nur welcher Politiker was, wann, wie dazu gesagt hat. Der Kern des Problems und das eigentlich Tragische rund um das Thema Patientenverfügung wird so meiner Meinung nach ausgeblendet und auch verharmlost. In diesem Fall finde ich die emotionale Sichtweise der BILD sehr viel passender, da es nicht nur um ein politisches Gerangel, sondern vor allem um Menschen und ihre Einzelschicksale geht.

http://www.patientenverfuegungsgesetz-jetzt.de

Am 18. Juni wird im deutschen Bundestag abgestimmt, ob eine gesetzliche Regelung zum Thema Patientenverfügung überhaupt notwendig ist. Dass die Abgeordneten überhaupt die Möglichkeit haben sich gegen eine gesetzliche Regelung zu entscheiden, finde ich regelrecht unverschämt. In der momentanen Situation, in der bereits ca. 8 Mio. Menschen eine Patientenverfügung verfasst haben, sollte die Politik die Notwendigkeit eines Gesetzes erkennen.
Insgesamt geht es doch darum, sein Lebensende selbst zu entscheiden und selbst mitzugestalten. Im Moment ist man mit einer selbstverfassten Pateintenverfügung jedoch der Willkür von Ärzten und Behörden ausgeliefert, was auch die Angehörigen zusätzlich und vor allem unnötig belastet. Andere europäische Länder sind in diesem Fall schon wesentlich weiter. Sie haben klare Regelungen, welchen Stellenwert und Reichweite eine Patientenverfügung hat und welche juristischen Regeln gelten.
Aber in der deutschen Politik tut sich seit 5 Jahren zu diesem Thema nicht viel…
Das muss sich ändern!

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